Knapp 200 Besucherinnen und Besucher trotzten am 21. November der Kälte und kamen zur „Nacht der Hoffnung“ in die Pfarrkirche St. Margareta in Kahl am Main. Schon beim Betreten des atmosphärisch ausgeleuchteten Kirchenraums war spürbar, dass dieser Abend etwas Besonderes werden würde.
Mit einem geistlichen Impuls wurde die Gemeinde zu Beginn eingeladen, Sorgen loszulassen und in Gottes Hände zu legen.
Der Aschaffenburger Gospelchor Praices griff diese Einladung sofort auf: Mit kraftvollem und berührendem Gesang füllten die Sängerinnen und Sänger die Kirche mit Wärme und Lebensfreude. Chorleiter Roland Leuthe ermutigte alle Anwesenden:
„Gospel lebt vom Mitmachen“
– und so standen viele schon beim ersten Lied, sangen und klatschten mit.
Altarschellen richteten den Blick auf den zweiten geistlichen Impuls des Abends. In einem tief gehenden Poetry-Slam beschrieb Anastasia, wie ihr Gottes Zuspruch gerade in stürmischen Zeiten Halt gibt – wie ein Anker, der im Chaos Sicherheit schenkt.
Den zweiten Teil des Abends gestaltete der Aschaffenburger Gospelchor PlentyGoodRoom. In klassischen Gospelchor-Roben zogen die Sängerinnen und Sänger in die Kirche ein und begeisterten sofort: mal mitreißend, mal leise und gefühlvoll.
„Was gibt es Schöneres, als die Worte des Evangeliums im Gospel zu singen“
fasste es ein Chormitglied in Worte. Gleich auf zwei Chorleiter kann PlentyGoodRoom zählen: Rainer Wahl unterstützte den Gesang durch sein mitreißendes Klavierspiel, Rico Musold, dessen Dirigat allein schon ein Hingucker ist und der mit jeder Bewegung Energie, Präzision und pure Freude ausstrahlt, führte den Chor mit einer Mischung aus Leidenschaft und Perfektion. Immer wieder lud er die Gemeinde zum Mitmachen und Mitsingen ein, sodass sich die Begeisterung des Chores unmittelbar auf alle Anwesenden übertrug.
Zum Abschluss vereinten sich beide Gospel-Chöre und erfüllten die Kirche mit kraftvollen Stücken. Spätestens jetzt stand die gesamte Gemeinde – singend, klatschend, bewegt.
Die „Nacht der Hoffnung“ zeigte eindrucksvoll, wie Musik und Glaube Hoffnung schenken können. Als Zeichen dafür durften alle einen kleinen „Hoffnungsanker“ mit nach Hause nehmen – Symbol dafür, dass Gott in stürmischen Zeiten Halt geben kann.
Ein Glaubensfest für alle Sinne wurde der stimmungsvolle Abend durch die außergewöhnlichen Lichtinstallationen von Soundsystems AB aus Alzenau, die den Kirchenraum immer wieder in wechselnde Farben tauchten und neue Perspektiven eröffneten.
Dass auch das leibliche Wohl der Gemeinde nicht zu kurz kam, dafür sorgten die Ministranten der Pfarrei St. Margareta Kahl.
So wurde die „Nacht der Hoffnung“ zu einem Abend, der Herz, Seele und Sinne gleichermaßen berührte – und der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Christine Hieke und Beate Nase
Gottesdienstbeauftragte St. Margareta Kahl













