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Herzen und Türen für die Gäste des Katholikentags öffnen

Auf dem Weg zum Katholikentag 2026
Im Würzburger Rathaus: Offizieller Auftakt zur Suche von Privatquartieren für den 104. Deutschen Katholikentag – Oberbürgermeister, Regierungspräsidentin und Bischof werben gemeinsam mit Promis aus der Region

Würzburg (POW/KT) Im Würzburger Rathaus ist heute unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Martin Heilig die Privatquartierkampagne des 104. Deutschen Katholikentags gestartet. Die Großveranstaltung findet von Mittwoch, 13., bis Sonntag, 17. Mai 2026, in Würzburg statt. Dazu werden bis zu 30.000 Teilnehmende erwartet. Unter dem Motto „Tür auf, Herz auf! Mutige Gastgebende gesucht“ sollen Menschen aus Würzburg und Umgebung motiviert werden, ein Zimmer oder eine Schlafgelegenheit für die fünf Tage im Mai zur Verfügung zu stellen. Der Katholikentag hofft auf mindestens 2000 Betten privater Gastgeberinnen und -geber.

Oberbürgermeister Heilig betonte, dass sich die Stadt sehr auf den Katholikentag und seine vielen Gäste freue: „Wir sind organisatorisch in die Vorbereitungen zum Katholikentag gut eingebunden. Heute haben wir das Rathaus für diese Kampagne geöffnet und appellieren damit an die Würzburgerinnen und Würzburger, ihre Türen und Herzen ebenfalls zu öffnen und zu zeigen, wie gastfreundlich unsere Stadt ist. Damit alle, die nach Würzburg kommen wollen, hier auch eine Unterkunft finden.“

Dr. Susanne Weizendörfer, Regierungspräsidentin von Unterfranken, hob die Bedeutung der unterfränkischen Kommunen für das Gelingen der Privatquartierkampagne hervor. „Als Regierungspräsidentin von Unterfranken wende ich mich an alle Kommunen unseres Regierungsbezirks, insbesondere an jene mit guter Nahverkehrsanbindung nach Würzburg, die Privatquartierkampagne zu unterstützen. Teilen Sie Informationen zur Kampagne über eigene Kommunikationskanäle und motivieren Sie zum Mitmachen. Ich denke an Mitteilungen in Gemeindezeitungen, Posts auf Social-Media-Kanälen oder Hinweise auf kommunalen Webportalen beziehungsweise Internetauftritten. Zeigen wir gemeinsam, dass Würzburg und Unterfranken die Gastfreundschaft im Herzen tragen.“

Bischof Dr. Franz Jung verwies auf die lange Tradition der Privatquartiere nicht nur bei Katholikentagen, sondern auch bei den Wallfahrten in Unterfranken. „Ich wünsche mir, dass diese Tradition auch zum Katholikentag in einer großen Zahl an Privatquartieren zum Tragen kommt.“ Aus seiner eigenen Erfahrung als Wallfahrer sei er sich sicher, dass das Bereitstellen eines Quartieres auch den Gastgeberinnen und Gastgebern zum Segen werde. „Denn Sie teilen mit den Gästen nicht nur Ihr Dach, sondern auch Ihr Leben und den Schatz gemeinsamer Erfahrungen.“

Pia Dusella, Leiterin des Teilnahmeservice des Katholikentags, äußerte sich sehr erfreut, dass sich bereits 100 Gastgebende aus Kirchengemeinden des Bistums für ein Quartier gemeldet hätten. „Wir hoffen sehr, dass sich dieser gastfreundliche Trend fortsetzt, zumal die Hotelzimmer in Würzburg knapp werden. Als Dank erhalten alle, die ein Quartier zur Verfügung stellen, zwei Tageskarten.”

Anja Mantel, stellvertretende Vorsitzende des Würzburger Diözesanrats der Katholiken, ist bereits mit vielen Menschen im Gespräch. „Natürlich braucht es Mut, fremde Menschen einfach ins Haus zu lassen. Manche fürchten, den Ansprüchen als Gastgeber nicht genügen zu können. Dabei sind die gar nicht groß.“ Oftmals reiche schon ein Platz für die Isomatte oder ein Sofa. „Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass durch solche Begegnungen sogar jahrelange Freundschaften entstehen können.“

Das kann sich auch Heike Mix, Kabarettistin und Mitarbeiterin im Sozialreferat der Stadt, gut vorstellen. „Ich habe ein Privatquartier angemeldet und bin schon neugierig auf die Menschen, die der Katholikentag in die Stadt bringt. Wenn sie die Vorzüge einer privaten Unterkunft genießen können, finde ich das sehr gut.“ Sie freue sich schon auf ihre Gäste, betonte Mix.

Dass der Katholikentag für Würzburg als touristische Region eine Chance bietet, betonte die Fränkische Weinkönigin Antonia Kraiß. Sie appellierte an die Winzerinnen und Winzer der Weinbauregion, Gästequartiere auf den Weingütern zur Verfügung zu stellen: „Nur gemeinsam gelingt es uns, zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen und allen Gästen unvergessliche Tage in unserer einzigartigen Weinkulturlandschaft zu bereiten. Mit Offenheit, Herzlichkeit und vielleicht auch einem Glas Frankenwein freuen wir uns auf gute Begegnungen.“

Begegnung steht auch für Jannik Feidel, Co-Trainer bei den Würzburger Kickers und Pfarrgemeinderatsvorsitzender in Escherndorf im Landkreis Kitzingen, im Vordergrund. „Sport und Kirche haben viele Berührungspunkte, nirgendwo sonst können sich Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund so gut begegnen wie im Stadion oder in der Kirche. Gerade unter den Fußballfans und den vielen Familien im Breiten- und Leistungssport der Kickers werden sich garantiert Menschen finden, die bereit sind, die Gäste des Katholikentags aufzunehmen. Deshalb setze ich darauf, dass der Katholikentag Würzburg die 2000er-Marke reißt.“

Feidel, Kraiß und Mix werden in den nächsten Monaten den Katholikentag bei der Suche nach Privatquartieren als Botschafterinnen und Botschafter unterstützen.

Wer ein Quartier anmelden möchte: Nähere Informationen gibt es unter katholikentag.de/gastgeben. Hier können Privatquartiere gemeldet werden. Alternativ geht das auch über den Anmeldezettel in Papierform, der in vielen Gemeinden und Pfarreien ausliegt, unter Telefon 0931/87093004 oder E-Mail betten@katholikentag.de.

Katholikentage werden vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken, das die katholische Zivilgesellschaft in Deutschland vertritt, veranstaltet. Der nächste findet vom 13. bis 17. Mai 2026 unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!” in Würzburg statt. Neben vielfältigen Gottesdiensten und einem ausgiebigen Kulturprogramm geht es in den fünf Tagen um aktuelle Fragen aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Katholikentage finden in der Regel alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt, zuletzt in Erfurt (2024), Stuttgart (2022) und Münster (2018).

(4925/1236; E-Mail voraus)

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