Rund 60 Gläubige machten sich unter der Leitung von Pfarrvikar Dr. Napoleon Savariraj auf den Weg zur Liebfrauenheide, einem idyllisch gelegenen Marienwallfahrtsort im Bistum Mainz. Die Wallfahrer aus dem Pastoralen Raum Alzenau nahmen dort an der Heiligen Messe zum Fatimatag teil, die unter freiem Himmel gefeiert wurde.
Bei strahlendem Sonnenschein zogen die Pilger in einer feierlichen Prozession singend und betend durch den Wald zur Kapelle. Am Ziel angekommen, wurden sie herzlich von Pfarrer und Wallfahrtsdirektor Thomas Weiß aus Klein-Krotzenburg begrüßt. Er zeigte sich sichtlich erfreut über die rege Teilnahme der bayerischen Pilger aus Unterfranken. Bereits zuvor hatten die Gläubigen gemeinsam den Rosenkranz zu Ehren der Gottesmutter gebetet.
Die Wallfahrtsmesse wurde von Pfarrvikar Dr. Napoleon Savariraj zelebriert, der auch die Festpredigt hielt. Konzelebranten waren Kaplan Robert Beni aus Uganda und der Wallfahrtsdirektor Thomas Weiß. So wurde die internationale Vielfalt der katholischen Weltkirche auf eindrucksvolle Weise erlebbar.
In seiner Predigt ermutigte Pfarrvikar Napoleon die Gläubigen, mit Hoffnung und Zuversicht auf Gottes Wegbegleitung zu vertrauen. In einer eindrucksvollen Ansprache ermutigte er mit Maria sei der Christ stets auf dem richtigen Weg, denn sie führe zu Christus, ihrem Sohn, dem Heiland und Erlöser. Gerade in schwierigen Lebenslagen sei Maria eine Helferin und Fürsprecherin.
Musikalisch wurde die Eucharistiefeier vom Chor St. Cyriakus Klein - Welzheim mit eindrucksvollen Gesängen umrahmt. Auch traditionelle Marienlieder trugen zur feierlichen Atmosphäre bei. Den Abschluss bildeten ein gemeinsames Mariengebet sowie die Segnung der Pilgerbrote. Bei einem kleinen Imbiss und guten Gesprächen klang der Wallfahrtstag in geselliger Runde aus.
Die Liebfrauenheide erfreut sich seit Jahrhunderten großer Beliebtheit. In der kleinen Kapelle mitten im Wald wird ein Gnadenbild verehrt – eine Pietà, die schmerzhafte Gottesmutter –, datiert auf das Jahr 1620. Der Legende nach wurde sie nach dem Dreißigjährigen Krieg von Hirten in einer hohlen Eiche entdeckt. 1736 entstand an dieser Stelle eine erste Kapelle. Auf Anregung des späteren Mainzer Bischofs Wilhelm Emmanuel von Ketteler wurde 1868 die heutige Kapelle geweiht. Seither ist die Liebfrauenheide Ziel zahlreicher Pilgergruppen aus nah und fern.
Gestärkt durch die spirituellen Eindrücke und die Gemeinschaft kehrten die Pilger aus Alzenau am Abend erfüllt nach Hause zurück. Am Fatimatag in August ist der bekannte Priester und Autor Domvikar Paul Weismantel aus Würzburg auf der Liebfrauenheide zu Gast.

