Unter der Leitung von Pfarrer Frank Mathiowetz begab sich eine Pilgergruppe des Pastoralen Raumes Alzenau auf eine eindrucksvolle Wallfahrt nach Fatima in Portugal. Die Reise begann am Flughafen Frankfurt, von wo aus die Teilnehmer ihren Weg zu einem der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte der Welt antraten.
Als „pilgerndes Gottesvolk“ machten sich die Gläubigen auf den Weg, um gemeinsam ihren Glauben zu vertiefen, die heiligen Stätten zu besuchen und die besondere Atmosphäre dieses Gnadenortes zu erleben.
Zu Beginn erkundete die Gruppe die Sehenswürdigkeiten des Wallfahrtsortes. Besonders beeindruckend war die prächtige Rosenkranzbasilika mit den Gräbern der drei Seherkinder Lucia, Francisco und Jacinta. Auch die Ausstellung von Teilen der Berliner Mauer sowie die lebensgroßen Figuren verschiedener Päpste hinterließen einen bleibenden Eindruck. Eine besondere Verbindung zu Fatima hatte der heilige Papst Johannes Paul II. Die Pistolenkugel, die ihn beim Attentat am 13. Mai 1981 lebensgefährlich verletzte, wurde später in die Krone der Marienstatue von Fatima eingefügt.
Bereits am ersten Abend und an allen folgenden Tagen nahm die Pilgergruppe am internationalen Rosenkranzgebet und an der eindrucksvollen Lichterprozession teil. Jeden Abend versammelten sich Zehntausende Pilger aus aller Welt, um singend und betend mit brennenden Kerzen in den Händen durch den Heiligen Bezirk zu ziehen. Die bewegende Atmosphäre und das gemeinsame Gebet machten diese Abende zu besonderen spirituellen Erlebnissen. Dabei wurden die Teilnehmer an die Worte Jesu erinnert: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis gehen, sondern das Licht des Lebens haben.“
Zum weiteren Pilgerprogramm gehörten die Feier einer Heiligen Messe im Heiligtum sowie die Besichtigung der imposanten Dreifaltigkeitskirche. Auch das Beten des Kreuzwegs am sogenannten Ungarischen Kreuzweg und der Besuch der Geburtsorte der Seherkinder standen auf dem Programm. An diesen Orten konnten die Teilnehmer den Ereignissen rund um die Marienerscheinungen näherkommen und sich mit deren Bedeutung für ihren eigenen Glauben auseinandersetzen.
Den Höhepunkt der Pilgerreise bildete die Teilnahme an den großen Wallfahrtsfeierlichkeiten am 12. und 13. Oktober. Diese Tage erinnern an die letzte der Marienerscheinungen im Jahr 1917 und ziehen alljährlich zahlreiche Gläubige aus aller Welt nach Fatima.
Die Feierlichkeiten begannen am Abend des 12. Oktober mit einer nächtlichen Vigilfeier auf dem großen Wallfahrtsplatz, auf dem sich Hunderttausende Pilger versammelt hatten. Gemeinsam beteten die Gläubigen und nahmen an den feierlichen Gottesdiensten teil. Besonders wurde auch für den erkrankten Papst Leo XIV. gebetet.
Die internationale Heilige Messe am 13. Oktober mit mehreren Hundert Priestern, zahlreichen Bischöfen und drei Kardinälen war ein äußerst bewegender Moment für die Alzenauer Pilgergruppe. Hier erlebten die Teilnehmer die Weltkirche in ihrer ganzen Vielfalt und Schönheit. Menschen aus zahlreichen Ländern kamen zusammen, um gemeinsam ihren Glauben zu feiern und im Gebet verbunden zu sein. Die festliche Liturgie, die große Gemeinschaft und die besondere Atmosphäre des Heiligtums beeindruckten die Pilger zutiefst.
Nach den eindrucksvollen Wallfahrtsfeierlichkeiten standen weitere Ausflüge auf dem Programm, bei denen die Teilnehmer einige der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Portugals kennenlernen durften.
Ein besonderer Ausflug führte in die Hauptstadt Lissabon. Dort besichtigte die Gruppe zahlreiche Sehenswürdigkeiten und feierte gemeinsam mit Pfarrer Frank Mathiowetz die Heilige Messe in der Antoniuskirche. Darüber hinaus erkundeten die Pilger das berühmte Hieronymuskloster mit seinem prächtigen Kreuzgang sowie das Seefahrerdenkmal, das an die große Zeit der portugiesischen Entdeckungsreisen erinnert. Auch die imposante Christusstatue mit ihrem beeindruckenden Blick auf die portugiesische Hauptstadt war ein Höhepunkt des Besuchs.
Ein weiterer Ausflug führte an die Atlantikküste zum bekannten Seebad Nazaré. Die Weite des Meeres und die besondere Atmosphäre des Küstenortes boten den Teilnehmern Gelegenheit, die vielfältige Landschaft Portugals kennenzulernen. Außerdem besuchte die Gruppe die traditionsreiche Universitätsstadt Coimbra sowie den Wallfahrtsort Sítio, der für seine Marienverehrung bekannt ist.
Mit vielen wertvollen Eindrücken, bewegenden Begegnungen und spirituellen Erfahrungen im Gepäck trat die Pilgergruppe schließlich die Heimreise an. Die gemeinsamen Gebete, die feierlichen Gottesdienste, die beeindruckenden Lichterprozessionen und die Begegnung mit Gläubigen aus aller Welt machten diese Wallfahrt zu einer besonderen Erfahrung.
Die Reise nach Fatima war weit mehr als eine Besichtigung bedeutender religiöser und kultureller Stätten. Sie schenkte den Teilnehmern Zeit für Besinnung, Gemeinschaft und die Vertiefung ihres Glaubens. Die vielen Erlebnisse werden den Pilgern sicherlich in bleibender Erinnerung bleiben und sie auf ihrem weiteren Glaubensweg begleiten.
