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Kirchlicher Segen für die Fahne des Heimat- und Geschichtsvereins in Kahl

Im Festgottesdienst am Wendelinustag segnete Pfarrer Mariusz Kowalski auch die neue Fahne des Heimat- und Geschichtsvereins. Sie sei ein Symbol für unsere Gemeinschaft in Kahl und für unsere Wurzeln, sagte er und dankte dem Verein für seinen Einsatz für die Geschichte, der Menschen zusammenbringe. Für die Zukunft wünschte er den Vereinsmitgliedern „viel Freude, eine starke Gemeinschaft, ein gutes Miteinander und Gottes reichen Segen“. In einer kurzen Ansprache ging der Vereinsvorsitzende Karl Becker auf den Sinn einer Fahne in der heutigen Zeit ein. Sein Wunsch: Die Fahne möge ein Symbol dafür sein, dass sich „wieder ein paar mehr von uns für die Heimat einsetzen, um unsere Geschichte zu erhalten, ohne dafür Vorteile zu erwarten“. Es sei erstrebenswert, dass unter dieser Fahne „der alte Geist der Gemeinschaft, der Fairness und der Hilfsbereitschaft“ wieder aufleben würde. Er gedachte auch all jener, die sich in der Vergangenheit für den Verein eingesetzt haben. Zur Fahnenweihe waren zahlreiche Fahnenabordnungen anderer Vereine gekommen, außerdem Bürgermeisterin Julia Fischer. Gleich danach hatte die Fahne ihren ersten großen Einsatz – bei der Wendelinusprozession durch den Ortskern, die ihrerseits ein Stück Heimatgeschichte lebendig macht. Denn sie geht zurück auf ein Gelübde aus dem Jahr 1745: Damals versprachen die Kahler, den Tag des Heiligen mit Gottesdienst und Prozession zu feiern – zum Dank für die Abwehr einer damals grassierenden Viehseuche. Karl Becker erinnerte auch daran, dass dies die erste Fahnenweihe in Kahl seit 40 Jahren ist. 1987 wurde die Fahne des Musikvereins gesegnet.

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