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Intensive Ostertage in St. Justinus: Hoffnung und Gemeinschaft im Zentrum

In der Pfarrkirche St. Justinus in Alzenau wurden die Kar- und Ostertage in bewegender und zugleich festlicher Weise begangen. Pfarrvikar Dr. Napoleon Savariraj leitete die liturgischen Feiern am Gründonnerstag und Karfreitag mit großer Hingabe und feinem Gespür für die Tiefe der österlichen Botschaft.

Am Abend des Gründonnerstags stand die Erinnerung an das Letzte Abendmahl im Mittelpunkt. Das Evangelium von der Fußwaschung erinnerte an den Dienst der Hingabe, des Dienens und der Nächstenliebe. Zudem wurde der Einsetzung der Sakramente der Eucharistie und der Priesterweihe gedacht, gemäß dem Auftrag Jesu: „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Die schlichte Liturgie mündete in eine stille, eindringliche Atmosphäre, die auf den Karfreitag vorbereitete. Im Anschluss an die Messe lud das Gemeindeteam zu einer Agapefeier mit biblischen Texten und einem gemeinsamen Mahl ein, die Raum für geistliche Begegnung bot.

Die Feier vom Leiden und Sterben Christi am Karfreitag war geprägt von stiller Andacht und musikalischer Tiefe. Die Kantorei an St. Justinus gestaltete den Gottesdienst mit einfühlsamer Musik und meditativen Gesängen. Viele Gläubige legten während der Kreuzverehrung Blumen am Kreuz nieder – ein persönliches Zeichen der Hoffnung. Diese fanden später Verwendung im Blumenschmuck der Osternacht.

Die Osternacht unter der liturgischen Leitung von Stadtpfarrer Frank Mathiowetz bildete den feierlichen Höhepunkt des österlichen Triduums. Zahlreiche Ministranten begleiteten die eindrucksvolle Liturgie. Die festlich geschmückte Kirche bot einen würdigen Rahmen für die Feier der Auferstehung. Regionalkantor Marcel Schwarz gestaltete den Gottesdienst an der Orgel, unterstützt von Pauken und Trompeten, die zum Gloria in strahlender Klangfülle erklangen – ein ergreifender Moment für die gesamte Pfarrgemeinde. Auch die Segnung der Osterspeisen brachte österliche Freude und Dankbarkeit zum Ausdruck.

Im Anschluss lud das Gemeindeteam zu einem liebevoll vorbereiteten Frühstück im Maximilian-Kolbe-Haus ein. In guter Gemeinschaft und bei anregenden Gesprächen wurde die Feier der Eucharistie fortgeführt.

Das Hochamt am Ostersonntag wurde ebenfalls von Stadtpfarrer Frank Mathiowetz zelebriert. In seiner Predigt ging er auf die österliche Hoffnung ein, die auch in dunklen Stunden und in den „Grabeszeiten“ des Lebens trägt. Während der Messe wurden die Gläubigen mit dem in der Osternacht geweihten Taufwasser besprengt, um an das Sakrament der Taufe zu erinnern.

Am Abend lud eine feierliche Vesper mit Psalmengesang aus dem Stundengebet der Kirche zur Besinnung ein. Eine weitere festliche Messe am Ostersonntagabend, ebenfalls zelebriert von Stadtpfarrer Mathiowetz, rundete den Tag würdig ab. Sie setzte einen geistlichen Akzent am Ende eines Tages, der ganz im Zeichen der Auferstehung stand, und unterstrich noch einmal den besonderen Charakter dieser Feierlichkeiten.

Am Ostermontag war der aus Alzenau stammende Bamberger Domkapitular Martin Emge in seiner Heimat zu Gast. In seiner bewegenden Predigt griff er – ausgehend vom Evangelium der Emmausjünger – das Bild des „brennenden Herzens“ auf. Christen seien eingeladen, für Jesus und das Evangelium zu brennen, und dürften zugleich die Gewissheit haben, dass der Auferstandene bei ihnen ist und im Brechen des Brotes erkannt werden kann. Diese Hoffnung werde besonders in der Emmaus-Erzählung spürbar, in der Christus unerkannt mit den Jüngern geht. Emge betonte, dass gerade auf den schweren Wegstrecken des Lebens die Gewissheit trage, dass Christus mitgeht, Hoffnung schenkt und neue Wege eröffnet.

Die Pfarrgemeinde St. Justinus Alzenau kann auf eindrucksvolle Ostertage zurückblicken, in denen durch Musik, Liturgie und gelebten Glauben die Botschaft von Tod und Auferstehung Christi auf besondere Weise erfahrbar wurde. Stadtpfarrer Frank Mathiowetz dankte allen Ehrenamtlichen, die mit ihrem engagierten Einsatz maßgeblich zum Gelingen der Feierlichkeiten beitrugen und das Gemeindeleben lebendig hielten.