Zum 100-jährigen Jubiläum der Großwelzheimer Böhmkirche 2027 wurde ein eigenes Logo entwickelt. Es greift wesentliche Elemente der Kirche auf und verbindet sie zu einem prägnanten, zeitgemäßen Zeichen.
Ausgangspunkt ist der markante Spitzbogen des Kirchengewölbes, das Dominikus Böhm 1927 an den bestehenden Kapellenraum angeschlossen hat. Gleichzeitig ist das dominante Altarkreuz mit dem charakteristischen leicht gebogenen Querbalken des Steinheimer Bildhauers Heinrich Wohlfahrt (1887–1966) aufgenommen worden. So verweist das Logo unmittelbar auf den Kirchenraum und seine Ausstattung.
Gleichzeitig lässt sich die Form auch auf einer zweiten Ebene lesen: Die beiden Elemente können an Mitra (Bischofsmütze) und Ferula (Kreuzstab) des hl. Bonifatius erinnern. Dadurch erhält das Zeichen neben dem konkreten Bezug zur Architektur auch eine symbolische Ebene, die auf den Patron des Gotteshauses verweist.
Auch die Wahl der Schrift sei bewusst historisch begründet, erklärt Michael Pfeifer, der das Signet gestaltet und Pfarrer und Kirchenverwaltung vorgeschlagen hat. Verwendet wird die Futura, eine der prägenden Schriften der 1920er-Jahre. Ausgehend vom Bauhaus fand sie gerade in Architektur und Architekturpublikationen jener Zeit eine besonders wichtige Verwendung. Damit nimmt die Gestaltung die Entstehungszeit der Böhmkirche auf und stellt zugleich einen typografischen Bezug zum Jubiläum der Dettinger Böhmkirche her, das 2023 gefeiert wurde.
Das Logo soll so nicht nur ein Zeichen für das Jubiläumsjahr sein, sondern die besondere Verbindung von Architektur, Kunst und Geschichte sichtbar machen, die die Großwelzheimer Kirche auszeichnet. Eine leicht weiterentwickelte Variante könnte daher auch dauerhaft als Logo für die Pfarrei Großwelzheim verwendet werden. Aus dem Jubiläumszeichen würde so ein wiedererkennbares Signet werden, das auch über das hundertjährige Jubiläum hinaus auf die Bonifatiuskirche und ihre besondere Bedeutung für die Gemeinde verweist.

