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Wallfahrt auf den Spuren der Lübecker Märtyrer

Drei besondere und eindrucksvolle Tage erlebten 50 Pilgerinnen und Pilger aus dem Pastoralen Raum Alzenau unter der Leitung von Pfarrer Frank Mathiowetz im Nordosten Deutschlands. Ziel der Reise war die Hansestadt Lübeck. Bereits auf dem Weg dorthin stimmte sich die Gruppe singend und betend auf die Wallfahrt ein. Pfarrer Mathiowetz gab dabei auch Einblicke in das Glaubenszeugnis der seligen Kapläne Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller, die am 10. November 1943 gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Karl Friedrich Stellbrink von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

In der Stadt an der Trave angekommen, führte der erste Weg in die katholische Herz-Jesu-Kirche. Dort wurde die Pilgergruppe von Frau Dr. Bärbel Baum herzlich begrüßt. Im Anschluss erhielten die Teilnehmer anschauliche Erläuterungen zur Kirche sowie zu verschiedenen Erinnerungsgegenständen an die Lübecker Märtyrer. Die anschließende Messfeier stand ganz im Zeichen ihres Zeugnisses. Pfarrer Mathiowetz machte dabei deutlich, dass Christen nicht jeder Stimme oder Mode folgen sollten, sondern sich an der Stimme Christi als Orientierung ausrichten müssten. Die Lübecker Märtyrer seien hierfür ein eindrucksvolles Vorbild im Mut zur Wahrheit und in der Liebe zu Jesus und seiner Kirche.

Der zweite Tag begann mit einem Morgengebet in der Gedenkstätte der Lutherkirche, in der Pfarrer Stellbrink gewirkt hatte. Danach erhielten die Teilnehmer im Rahmen einer Stadtführung interessante Einblicke in die Geschichte und Schönheit der „Königin der Hanse“. Dabei standen unter anderem das historische Rathaus, die Marienkirche sowie das berühmte Marzipan im Mittelpunkt des Interesses. Am Nachmittag unternahm die Pilgergruppe bei heiterem Wetter eine Schifffahrt auf der Trave bis nach Travemünde, wo Zeit für einen Spaziergang an der Uferpromenade blieb. In der dortigen St.-Georgs-Kirche beschloss eine Heilige Messe in der Osterzeit den Tag im Marienmonat Mai. In seiner Predigt ermutigte der Geistliche die Gläubigen, sich mit ganzer Kraft für den Frieden einzusetzen und selbst zu Boten des Friedens zu werden.

Nach dem Frühstück führte der dritte Tag die Gruppe weiter nach Hamburg. In der Kirche St. Ansgar, dem sogenannten „Kleinen Michel“, feierten die Pilger die Heilige Messe. Der Pfarrer der Gemeinde, Pater Dr. Philipp Görtz, begrüßte die Gäste aus Franken herzlich und gab interessante Einblicke in die Geschichte des Gotteshauses. Dort befinden sich auch Reliquien des heiligen Ansgar, der als Patron des Nordens verehrt wird. Anschließend ging es zu den Hamburger Landungsbrücken, wo zahlreiche Schiffe bestaunt werden konnten. Natürlich durfte dabei auch ein frisches Fischbrötchen nicht fehlen.

Zum Abschluss bestand noch Gelegenheit, ein Souvenir aus der Hansestadt mit nach Hause zu nehmen. Gestärkt durch die gemeinsamen Tage traten die Teilnehmer schließlich die Heimreise an.